Polypenentfernung (Rachenmandel) / Adenotomie
Vergrößerte Rachenmandeln, umgangssprachlich „Polypen“ genannt, können die Nasenatmung behindern und Schnarchen, häufige Infekte oder Mittelohrprobleme verursachen. Bei der Adenotomie wird das überschüssige Rachenmandelgewebe schonend entfernt, um die Atmung und Belüftung des Mittelohres zu verbessern.
Die Rachenmandel liegt im Nasenrachenraum hinter der Nase und gehört zum körpereigenen Abwehrsystem. Besonders im Kindesalter kann sie sich deutlich vergrößern. Umgangssprachlich wird eine vergrößerte Rachenmandel häufig als „Polypen“ bezeichnet.
Vergrößerte Rachenmandeln können die Nasenatmung sowie die Belüftung des Mittelohres beeinträchtigen. Typische Beschwerden sind:
dauerhaft behinderte Nasenatmung
häufige Mundatmung
Schnarchen oder unruhiger Schlaf
wiederkehrende Infekte
häufige Mittelohrentzündungen
Paukenergüsse und Hörminderung
näselnde Sprache
eingeschränkte Konzentration oder Tagesmüdigkeit
Nicht jede vergrößerte Rachenmandel muss operiert werden. Entscheidend sind die Beschwerden, der Untersuchungsbefund und der bisherige Verlauf.
Wann ist eine Adenotomie sinnvoll?
Eine operative Entfernung kann infrage kommen, wenn die vergrößerte Rachenmandel zu einer anhaltenden Behinderung der Nasenatmung, deutlichem Schnarchen, wiederkehrenden Entzündungen oder Problemen der Mittelohrbelüftung führt.
Vor dem Eingriff untersuchen wir Nase, Nasenrachen, Ohren und Trommelfelle. Bei Verdacht auf einen Paukenerguss oder eine Hörminderung ergänzen wir die Untersuchung durch eine Tympanometrie und altersgerechte Hörtests.
Wie läuft die Operation ab?
Die Adenotomie wird bei Kindern in der Regel ambulant und unter Vollnarkose durchgeführt. Das vergrößerte Rachenmandelgewebe wird über den geöffneten Mund entfernt. Äußere Schnitte sind nicht erforderlich.
Besteht gleichzeitig ein Paukenerguss, kann die Adenotomie mit einer Parazentese und gegebenenfalls dem Einsetzen von Paukenröhrchen verbunden werden.
Die Voruntersuchung, Terminplanung und Nachsorge Ihres Kindes werden über unsere HNO-Facharztpraxis in Sankt Augustin organisiert. Die Operation selbst wird von Herrn Dr. Alaaddin Dogan in der Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin durchgeführt. So bleiben Diagnostik, Operationsplanung und Nachbehandlung in einer Hand.
Nach der Operation
Nach dem Eingriff wird Ihr Kind zunächst überwacht und kann bei unauffälligem Verlauf in der Regel am selben Tag nach Hause gehen. In den ersten Tagen können eine verstopfte Nase, leichter Wundschmerz, Mundgeruch oder eine vorübergehend veränderte Stimme auftreten.
Für einige Tage sollten körperliche Anstrengung, Sport, heiße Speisen und heiße Bäder vermieden werden. Sie erhalten von uns ausführliche Hinweise zur Nachsorge, Medikation sowie einen Termin zur Kontrolluntersuchung.
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