Operativer Eingriff Für Kinder

Nasenmuschelverkleinerung

Dauerhaft vergrößerte Nasenmuscheln können die Nasenatmung beeinträchtigen und Mundatmung, Schnarchen oder Schlafprobleme begünstigen. Wenn die Ursache sorgfältig abgeklärt wurde und eine konservative Behandlung nicht ausreichend hilft, kann im Einzelfall eine schonende, schleimhauterhaltende Verkleinerung sinnvoll sein.

Die Nasenmuscheln erwärmen, befeuchten und reinigen die eingeatmete Luft. Ihre Schleimhaut kann beispielsweise bei Allergien, häufigen Infekten oder chronischen Reizzuständen anschwellen. Auch eine vergrößerte Rachenmandel kann bei Kindern wesentlich zu einer behinderten Nasenatmung beitragen.

Mögliche Beschwerden sind:

  • dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung

  • häufige Mundatmung

  • Schnarchen oder unruhiger Schlaf

  • trockener Mund am Morgen

  • wiederkehrende Schleimhautschwellungen

  • verstärkte Beschwerden bei einer Allergie

Sorgfältige Abklärung vor einer Operation

Vor einer Nasenmuschelverkleinerung prüfen wir, wodurch die Nasenatmungsbehinderung verursacht wird. Dabei beurteilen wir insbesondere:

  • die Größe der Nasenmuscheln

  • die Rachenmandel

  • mögliche Allergien

  • entzündliche Schleimhautveränderungen

  • weitere anatomische Engstellen

Zunächst kommen je nach Ursache konservative Maßnahmen infrage, beispielsweise eine Allergiebehandlung, schleimhautpflegende Maßnahmen, Kochsalzlösungen oder ein ärztlich verordnetes entzündungshemmendes Nasenspray.

Eine Operation wird erst erwogen, wenn relevante Beschwerden fortbestehen und die nichtoperative Behandlung keine ausreichende Besserung erzielt.

Schonendes Operationsverfahren

Bei dem Eingriff wird das Volumen der unteren Nasenmuscheln gezielt reduziert. Dabei soll möglichst viel gesunde Schleimhaut erhalten bleiben, damit die natürliche Befeuchtung, Erwärmung und Reinigung der Atemluft weiterhin gewährleistet ist.

Welches Verfahren eingesetzt wird, richtet sich nach Alter, Befund und Ausprägung der Beschwerden. Die Behandlung erfolgt kontrolliert und so zurückhaltend wie möglich. Ausgedehnte oder vollständige Entfernungen der Nasenmuscheln werden vermieden, da sie zu Trockenheit, Krustenbildung und langfristigen Funktionsstörungen führen können.

Kombination mit weiteren Eingriffen

Bestehen zusätzlich andere behandlungsbedürftige Befunde, kann die Nasenmuschelverkleinerung gegebenenfalls mit weiteren Eingriffen kombiniert werden, etwa mit:

  • einer Adenotomie

  • einer Tonsillotomie

  • einem Trommelfellschnitt

  • einer Paukenröhrchenanlage

Ob eine Kombination sinnvoll ist, wird individuell nach der HNO-ärztlichen Untersuchung entschieden.

Nachsorge

Nach dem Eingriff können die Schleimhäute zunächst anschwellen. Auch Krusten, eine vorübergehend eingeschränkte Nasenatmung oder leicht blutiges Sekret sind möglich.

Zur Nachbehandlung gehören eine sorgfältige Nasenpflege, körperliche Schonung und regelmäßige HNO-ärztliche Kontrollen. Ziel ist eine Verbesserung der Nasenatmung unter bestmöglichem Erhalt der natürlichen Nasenfunktion.

Organisation und Operationsstandort

Die Voruntersuchung, Terminplanung und Nachsorge erfolgen über unsere HNO-Facharztpraxis in Sankt Augustin. Die Operation wird von Dr. Alaaddin Dogan in der Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin durchgeführt.